Zäh und langsam arbeitete sich mein Bewusstsein an die Oberfläche. Kämpfte, um durchzudringen zu können und schaffte es dann doch nur, zwei winzig kleine Hände an den Rand zu legen und sich zitternd oben zu halten. Ich musste an einen Frosch denken, der nur seine Augen aus dem Wasser hebt und die glatte Fläche seines Sees betrachtet. Zu mühsam und noch viel zu müde beschloss ich, dass das Bewusstsein verlieren durfte und schlief wieder ein.

 

Der Frosch schaffte es diesmal neben seinen Augen auch seine Nase aus dem Wasser zu heben. Meine Körperwahrnehmung erwachte und signalisierte mir Druck auf der rechten Hüfte. Ich hielt kurz verwundert inne – auf der rechten? Ich lag doch auf der linken Seite. Ich lag doch auf der linken Seite? Da der Druck nicht unangenehm war, beschloss ich ihn zu ignorieren und schnippste den Frosch zurück ins Wasser.

 

Als ich das nächste Mal etwas wahrnahm, war es zuerst die Sonne, die mein Gesicht beschien. Sie war noch nicht sehr warm – daraus schloss ich, dass sie wohl eben erst aufgegangen sein konnte. Oder sie hat die Wolken verdrängt. Oder das. Meine Wahrnehmung erwachte weiter und ließ mich nicht nur Druck auf der Hüfte, sondern auch in den Kniekehlen spüren. Auch die Unterseiten meiner Füße lagen irgendwo an. Meine Oberschenkelvorderseiten gaben Meldung, so auch mein gesamter Oberkörper und mein rechter Arm.

 

Diesmal war ich zu neugierig, um wieder einzuschlafen. Doch zuerst prüfte ich einige andere Funktionen. Ich ruckte kurz mit dem Kopf – keine Schmerzen. Sehr gut. Dann atmete ich tief ein – es kratzte nichts. Wunderbar. Als ich ein Auge öffnete, um zu testen, wie gut ich das Licht vertrug, raubte mir der sich mir bietende Anblick den Atem. Ich schaute geradewegs auf einen kahlrasierten Hinterkopf.

 

Den Kopf kannte ich – er gehörte Andi. Mein aktives Denken setzte ein. Wenn der eine Teil meiner Wahrnehmung von Andi ausgelöst wurde, der ganz klar vor mir lag (und um den ich meinen Arm gelegt hatte?!) – von wem kamen dann die Informationen an meiner Rückseite? Mir schwante schlimmes, als ich langsam den Kopf hob (es ging – hurra!) und versuchte, nach hinten zu blicken. Ganz war es mir nicht möglich, weil ich kaum Platz hatte mich zu bewegen, ohne jemanden zu wecken. Aber ich sah genug, um zu erkennen, wo ich mich befand.

 

Ich war – wie gestern Abend – in Schollis Wohnung. Ich lag auf dem Sofa. So war es geplant gewesen, als sich herauskristallisierte, dass ich nicht mehr nach Hause fahren konnte. Allerdings war nie davon die Rede, dass Andi mit mir auf dem Sofa schläft. Und schon gar nicht, dass Andi UND Max das tun! Unter Aufbietung aller Körperbeherrschung schaffte ich es, mich so auf meinen linken Arm zu stützen, dass ich das Zimmer überblicken konnte ohne die beiden anderen zu wecken.

 

Ich dankte wem auch immer, dass Hunde solche Gewohnheitstiere waren und flüsterte Paulas Namen – Schollis Labrador- Oma. Sie hob den Kopf und reagierte auf mein „Wo ist Herrchen? Such Herrchen!“ mit Schwanzwedeln und Zimmer- verlassen. Und da auch Menschen Gewohnheitstiere sind, reagierte Scholli wie geplant und kam nachsehen, warum seine Hündin ihren Platz so aufgeregt verlassen hatte.

 

Er betrat das Wohnzimmer und blickte in meine fragenden, schockierten, überforderten Augen und musste lachen. Stumm wies ich mit dem Kopf auf dem Sofa umher und sah ihn fragend an. Doch er grinste immer noch und half mir dann, mich aus den beiden Männern zu befreien und zog mich mit in die Küche (ich konnte laufen – und das ohne Kater! HURRA!), schenkte mir einen Kaffee ein. Ohne Umschweife:

„Scholli – sag mir bitte, was DAS war!“

„Du hast deine Nacht zwischen Max und Andi verbracht.“

„Ja, das waren die Tatsachen. Und warum?“

„Ihr seid da gestern eingepennt, nehme ich an.“

„Wie, nimmst du an?“

„ICH war nicht da, Liebes.“

„…?“

„Na, Mella hat mich angerufen…“

Richtig. Ich erinnerte mich. „Und was haben wir zu diesem Zeitpunkt gemacht? Und warum weiß ich das nicht mehr, habe aber keinen Kater?“

„Weil du abgehärtet bist?“

„Boah, Scholli! Wenn ich sogar einen Filmriss habe, da müsste es mir eigentlich zwei Tage lang scheiße gehen.“

„Ich weiß auf jeden Fall nur noch, dass ihr gerade dabei wart Strip- Mau- Mau zu spielen, als ich weg bin.“

„Wir haben… Wir.. WAS?!“

Ich war mir nicht sicher ob ich lachen oder verzweifeln sollte.

„War wohl ziemlich lustig, du hast geweint vor Lachen.“

„Warum?“ Ich dachte kurz an Max und Andi – an den beiden war viel, aber sicher nichts zu lachen. Mein Draht zu Andi war zwar immer besser als der zu Max, aber verschmähen würde ich beide nicht. Wenn… Und in diesem Moment kam die Erkenntnis.

„Meine Fresse, Scholli! Ich muss mich erinnern!“

„Wieso?“

„Was soll ich denn Pierre sagen? Im Zweifel muss ich mich entschuldigen, was ich aber nicht kann, wenn ich nicht mal weiß, für was ich mich entschuldigen könnte. Sollte. Müsste. Was auch immer.“

Andi löste einen kleinen Teil meiner Schockstarre, als er „Morgen“ nuschelte und nackt ins Bad tapste. Nicht, dass ich mit Nacktheit ein Problem hätte – ich war Therapeutin – aber in dieser Situation konnte ich nicht anders, als schockiert zu quietschen. Mit weit aufgerissenen Augen sah ich Scholli an, der zwischen Amüsement, Skepsis und Verzweiflung schwankte.

„Wann bist du wieder hier gewesen?“

„Um acht.“

Hektisch blickte ich auf die Uhr über der Küchentür. „Du bist vor einer Stunde erst wiedergekommen?!“

„Liebes, warum bist denn du so aufgeregt?“, nuschelte es da wieder aus dem Flur. Andi betrat – immer noch nackt! – die Küche (ob der Tatsache unbeeindruckt schenkte Scholli auch ihm Kaffee ein – wenn man zusammen auf Tour geht, übersieht man so was) und setzte mir einen Kuss auf den Scheitel. An sich war auch das nichts Neues, zur Begrüßung oder Verabschiedung küssten wir uns sogar auf den Mund, aber auch hier spielten die Umgebungsparameter wieder eine große Rolle und ließen mich erneut schockiert die Augen aufreißen und verhaltener als zuvor quietschen.

 

Andi setzte sich neben mich auf einen Stuhl und trank einen Schluck Kaffee ab.

„Wie war‘s noch bei dir?“, fragte er dann seinen Bandkollegen.

„Nice“, grinste dieser nur. „Und bei euch?“ Ein verschwörerischer Blick ging in meine Richtung. Spannung baute sich auf.

„NICE“, setzte Andi breit grinsend nach. So breit, dass man fast alle seiner Zähne sehen konnte. Er warf mir einen begeistert- belustigten Blick zu und zwinkerte dann. ER! ZWINKERTE! MIR! ZU! Ich hatte das dringende Bedürfnis, spontan einen Sekundentot zu sterben.

 

Zehn schockierend lange Sekunden später beschloss ich, dass sich die Jungs und eigentlich generell die ganze Welt gegen mich verschworen hatten, als Max gähnend – nackt – in der Tür stand und dann „Kaffee?“ murmelte.

Ich begann zu hyperventilieren.

„Alles klar, Liebes?“, wollte Scholli extrem unschuldig wissen.

„Sicher. Ich. Balkon. Luft“, stammelte ich und bedeutete ihm wahrscheinlich viel zu auffällig, dass er mich doch begleiten möge.

 

„Scholli!“

„Hannah!“

„Das darf doch nicht wahr sein?! Ich habe doch nicht…?“

Nachdem Scholli zu Ende gelacht hatte (vorerst…), ging er sehr pragmatisch an das Rätsel heran. „Ich weiß ja nicht, wie das bei euch Frauen so ist, aber ich merke am nächsten Tag meistens, wenn ich Sex hatte…“ Deutungsschwanger schaute er mir erst in die Augen und dann zwischen die Beine. Das ich da noch nicht selber draufgekommen war! Aber heißt das denn nicht, dass mein Körper mir nichts dergleichen gesagt hatte? So einen Dreier würde ich doch merken!

Der Sicherheit halber wackelte ich mit den Hüften und ließ das Becken kreisen. Und wurde wohl entweder bleich oder rot, denn Scholli begann schon wieder zu lachen. Ich hatte Muskelkater. Völlig aktionstypischen Muskelkater. Mist.

 

Kurz entschlossen (und hektisch) sprang ich zurück in die Küche, wo die beiden nackten Männer immer noch gelassen an ihren Kaffees saßen.

„Jungs…!“ Beide schauten mich fragend an.

„Fangen wir langsam an… Auch, wenn ich die Peinlichkeit wohl nicht umgehen werden kann. Warum seid ihr nackt?“

„Gute Frage“, brummte Andi und dann zuckten beide mit den Schultern.

„Haben wir gestern irgendwas getrunken, was mir einen Filmriss bescheren könnte?“ Ich setzte mich ihnen gegenüber, Scholli stand hinter mir im Türrahmen.

„Whiskey. Sonst nichts. Also, du“, murmelte Max und rieb sich über die Augen.

„Gut, gut, gut. Haben wir irgendwelche Sachen geschmissen?“ Jetzt fingen beide an zu lachen, wo sie doch wussten, dass ich außer Whiskey und Zigaretten keine Drogen anrührte.

„Das nehme ich als nein. Warum seid ihr nackt und ich angezogen?“, formulierte ich meine Frage neu. Angezogen war auch fast gelogen, da ich außer meiner Panty und einem T- Shirt nichts trug.

„Weil du dich gestern vermutlich wieder angezogen hast…“

„Das heißt, ich habe mich vorher ausgezogen? Mit euch?“

„Nein, Liebes. Wir haben dich ausgezogen“, informierte Andi mich, als würde er über die Instandsetzung meines Autos reden (was er durchaus auch schon getan hatte).

 

Ich überlegte eine Weile, bevor ich die nächste Frage stellte.

„Gibt es etwas, was ich Pierre beichten muss?“

„Das kommt drauf an, wo ihr eure Grenzen zieht. Sag mal, Liebes, was glaubst du denn, ist letzte Nacht passiert?“

Ich schluckte hart. Und dabei musste ich so verdutzt ausgesehen haben, dass Max und Andi einschlugen und loslachten.

„Du glaubst echt, dass wir einen Dreier hatten?!“

Ich nickte fragend und ließ die Hoffnung aufkeimen, dass ich einfach falsche Schlüsse gezogen hatte.

„Und du hast einen Filmriss?“

Wieder nickte ich – die Hoffnung wurde größer.

„Du kannst dich an nichts erinnern?“

Jetzt schüttelte ich den Kopf und sagte noch „…nur bis zum Thema „Groupies“ und die nachfolgende Diskussion.“

Max gluckste amüsiert und fasste zusammen: „Du bist also heute Morgen mit ´nem Filmriss zwischen uns zwei nackten Männern aufgewacht und kannst dich an nichts mehr erinnern?“

„Und hast Muskelkater“, setzte Scholli nach, was mir ein schockiertes Schnauben entlockte. Dann nickte ich und sah in zwei breit grinsende Gesichter, die aussahen, als würden sie nie wieder damit aufhören.

 

Es klingelte und Scholli verschwand kurz. Dann kam er mit Pierre wieder, der mir einen Kuss auf die Stirn drückte und fragte: „Kommst du, Kleines? Ich komme direkt von der Autobahn und würde gerne duschen und was essen.“

Wortlos lief ich ins Wohnzimmer, stieg in die nötigsten Klamotten und stopfte den Rest in meine Handtasche. Zurück in der Küche ließ ich mich in den Arm nehmen, küssen und verabschieden und stieg wenige Minuten später in Pierres Auto.

„Ist irgendwas, Kleines?“

„Hmm?“

„Ist alles ok? Du schaust so fragend?“

„Ja. Nein, nein, alles gut“, murmelte ich und legte meine Stirn an die kühle Scheibe. Es war ja auch schließlich alles ok.

Oder?

 

Während der Fahrt – Pierre hatte sich entschlossen, zum Haus zu fahren und somit waren wir wohl etwa vierzig Minuten unterwegs – hielt er kurz an, um frische Brötchen zu kaufen, sprach noch viel kürzer über den Job vom Vorabend (den Rest würde er mir erzählen, wenn er geduscht und gegessen hatte) und entspannte sich ansonsten soweit wie möglich.

Als wir etwa die Hälfte der Strecke hinter uns hatten, kam mir Schollis Aussage wieder in den Sinn. „…dass ihr gerade dabei wart Strip- Mau- Mau zu spielen, als ich weg bin.“

 

Der Groschen fiel laut scheppernd. Ich hatte kurz Sorge, dass Pierre ihn hörte.

 

Ich hatte die ersten beiden Runden verloren, konnte den Jungs dann allerdings zügig ihre Klamotten abnehmen. Wir plünderten Schollis Kühltruhe und schauten uns dann nackt, ziemlich betrunken und Pizza essend irgendeinen Blödsinn im Fernsehen an. Erleichterung durchflutete mich wenige Sekunden, bis mir das Gefühl von Andis Lippen wieder einfiel…

 

Andi küsste mich plötzlich. Ich war so konsterniert, dass ich nicht reagieren konnte. Grade, als ich ihn von mir wegschieben wollte, spürte ich, wie Max hinter mir nach meinen Händen griff und sie mit einer seiner großen Hände zusammenhielt. „Was soll das?“, nuschelte ich, wurde aber ignoriert. „Jungs?! – Kommt schon, lasst den Blödsinn!“, murmelte ich dann leise, als Andi an meinem Ohr knabberte. Max tat es ihm nach und küsste meinen Hals auf der anderen Seite.

„Hey! Ihr seid total betrunken! Wir sind Freunde! Ihr habt feste Freundinnen. Ich bin mit eurem Chef zusammen… Seid ihr noch bei Verstand?“ Meine Hände teilten sich plötzlich, Andi übernahm eine und mit vereinten Kräften – also eigentlich sanft und vorsichtig – drückten sie mich auf den Rücken, hielten mich mit milder Gewalt unten. Max beugte sich über mich und stellte mich ruhig, küsste mich. Ich wollte den Kopf drehen, seufzte aber. Das durfte nicht wahr sein!

„Lass dich auf uns ein, Babe… Nur diese eine Nacht“, raunte Andi an mein Ohr. Seine Stimme klang so rauchig und dunkel, dass ich leise wimmerte. Ich setzte verzweifelt zu erneutem Protest an als beide Herren mir wieder den Hals und die Schultern küssten.

„Andi! Max! Das geht doch nicht… Wir können doch nicht…“, ich büßte vorübergehend meine Fähigkeit zu sprechen ein, als Max mich kräftig biss. Stattdessen verriet mein Körper mich und bäumte sich auf, ich stöhnte leise.

 

Ich rutschte unruhig auf dem Beifahrersitz herum, ermahnte mich aber, still zu sitzen und erst zu reagieren, wenn ich mich an alles erinnert hatte. Noch war ja was zu retten…

 

Max wechselte seine Position. Er gab Andi meine Hand und kletterte hinter mich, lehnte sich an die Rückenlehne und zog mich in eine halbwegs sitzende Position mit dem Rücken an seine steinharte, breite Brust. Ich spürte, wie er seinen Zopf nach hinten warf und mich dann mit beiden Armen umschlang. Bevor ich protestieren konnte, saugte er sanft an meinem Ohrläppchen und brachte so meine Augen dazu, auf Halbmast zu fallen. Andi schaute mich überlegen grinsend an und freute sich dann diebisch: „So viel zu deinem Protest. Und schau mal – wir sind schon alle nackt! Wie praktisch!“

„Das dürfen wir nicht…“, setzte ich an und zog meine Knie an, wollte meine Arme darum schlingen. Max führte seine Hände unter meinen durch und legte sie dann an meinen Nacken. Um nicht mit blöd erhobenen Armen und gebeugtem Rücken dazusitzen, drückte ich den Rücken durch und krallte meine Finger in seine Haare, murrte frustriert.

Die Männer lachten. „Nach deinem ersten Orgasmus bist du wieder ganz nüchtern, dann fragen wir noch mal, Babe“, amüsierte sich Andi und schob meine Knie auseinander. Er schnalzte anerkennend mit der Zunge, murmelte etwas von „bereit sein“ und ließ seinen Mund auf meine Mitte sinken.

Mir entfuhr ein gehauchtes „Heilige Scheiße!“, als er sofort den Punkt fand, der mich hecheln ließ.

 

Sobald Max sich sicher war, dass ich meine Hände oben lassen würde – sie hatten mich nach etwa dreißig Sekunden soweit – griff er seitlich um meine Knie herum an meine Schienbeine und zog meine Beine weiter nach hinten und dann nach außen. Gegen seine Kräfte konnte ich mich nicht im Geringsten wehren und lag so also mit weit geöffneten Beinen alles präsentierend vor Andi. Dieser summte erfreut und brachte dann vorsichtig einen Finger in mich. Meine Atmung ging mittlerweile schwer, er wusste nicht nur mit seinen Instrumenten gut umzugehen. Max verbiss sich in meine Schulter, brachte mich damit zum Stöhnen.

Es dauerte nicht lange, bis ich meinen Oberkörper etwas verlagerte und meinen Kopf auf seine Schulter legte, mich verdrehte und von ihm küssen ließ. Er lachte leise in den Kuss hinein, als ich mich gegen seine Hände drückte, Andi hatte es beinahe geschafft.

„Jaja, zappel ruhig“, murmelte er und küsste mich immer wieder, „du kommst hier nicht weg.“

 

Meine Atmung hatte sich unmerklich leicht panisch verändert. Ich erschrak ein wenig, als Pierre mir eine Zigarette vor die Nase hielt. Ich nahm sie, sagte aber nichts. Die kühle Luft tat mir gut, als ich das Fenster öffnete, brachte aber auch noch mehr Erinnerungen.

 

Andi brachte einen zweiten Finger in mich und fingerte mich tief und stetig, bis ich stöhnend kam. Er hob seinen Kopf und lachte mich an. „Na, Babe? Sollen wir aufhören?“, hielt er sein Versprechen und schob einen dritten Finger in mich, nahm mir damit den Atem. Ich wollte antworten, aber ich brachte keinen Ton heraus.

„Halt sie fest, Max. Ich besorg’ s ihr noch mal, vielleicht kann sie dann wieder reden“, die beiden lachten leise und holten dann doch tief Luft, als ich wimmerte. Zufrieden spürte ich, wie Max‘ bestes Stück an meinem Rücken hart und erregt zuckte, Andi schaute ich lechzend an und flüsterte ein „fester…“, was ihn keuchen ließ. Fast triumphierend schloss ich dann die Augen – immerhin waren die beiden auch aus dem Konzept zu bringen.

Max legte seine Lippen an mein Ohr, während Andi mich erneut verwöhnte und raunte mit tiefer Stimme: „Stell dir nur mal vor, was wir mit dir machen könnten! Wir sind zu zweit und so viel stärker als du…“

Ich wimmerte ängstlich, allerdings spielte mein Körper schon wieder gegen mich – mein Becken zuckte und brachte Andi zum Pausieren und lachen.

„So ist das also! Stehst wohl drauf, wenn ich dir gemeine Sachen ins Ohr flüstere?“, fragte Max abgehackt, konnte ich ihn doch wenigstens ein bisschen reizen, wenn ich meinen Oberkörper gegen seinen rieb; auch wenn er mir nur sehr wenig Platz ließ. Sein Griff wurde noch härter, als Andi mir auf die Innenseite des Oberschenkels klopfte und sich neu positionierte. Ich sog scharf Luft ein und quietschte wohl auch ein bisschen, als er mir seine Finger entzog und meinen Saft vorsichtig zwischen meinen Backen verteilte.

„Wir könnten alles mit dir machen, was wir wollen… Einer könnte dich ficken und der andere lässt sich von seinen süßen, vollen Lippen verwöhnen, ohne dass du dich herauswinden könntest… Wir könnten dich über die Sofalehne legen und so lange vögeln, wie wir wollen… So lange, bis du uns anflehst… Und dann vielleicht, weil du uns anflehst?“ Er lachte leise, als ich stöhnte und hob den Kopf, betrachtete Andi dabei, wie er vorsichtig einen Finger in meinen Hintern brachte.

„Bist du erfahren?“, fragte er dann ernst und leise und küsste mich kurz und fest als Erwiderung, als ich nickte.

„Ist sie?“, hakte Andi nach.

„Ist sie“, bestätigte Max brüchig. „Meine Fresse, Pierre hat einen echten Glücksgriff getan. So heiß und süß und dann auch noch so versaut…“

„Da hast du Recht… Wollen wir doch mal sehen, wie schön sie schreien kann…“

 

„Kleines?“, durchbrach Pierres Stimme meine Gedankengänge.

„Hmm?“

„Ist irgendwas? Du wirkst irgendwie etwas angespannt?“

„Ich… was? Nein, nein, neeiiheeiin. Alles ok“, log ich und wusste, dass ich es schlecht getan hatte.

„Denkst du über gestern Abend nach?“

„WAS?!“, fiepte ich etwas zu hoch.

„Gestern Abend“, formulierte er langsam, als wäre ich ein kleines Kind.

„Wieso?“, setzte ich viel zu schnell nach. Ich war eine schlechte Lügnerin. Ich sah sein breites Grinsen nicht.

 

Andi entzog sich mir und beugte sich zu seiner Hose, kramte Kondome aus der Hosentasche.

„Habt ihr das geplant?!“, wollte ich entsetzt wissen.

„Sagen wir, wir sorgen immer vor“, frotzelte Andi und zog sich eines über, beobachtete, wie ich gierig auf seinen Schwanz schaute. Ich hatte geahnt, dass die Jungs einiges zu bieten hatten und bekam optisch und haptisch in meinem Rücken die Bestätigung dafür.

Max ließ mich los, drehte mich herum, Andi hob mein Becken an, bis ich vor ihm kniete.

„Bläst du mich ohne Gummi, Babe?“, wollte Max wissen und legte den Kopf knurrend in den Nacken, als ich mich in seinen Schoß beugte.

„Fuck!“, fluchte Andi angetan und drang dann langsam in mich. Wir stöhnten beide, er fühlte sich wirklich gut an. Langsam und tief stieß er in mich, drang bald mit seinem Daumen zusätzlich in mich. Ich spürte ihn zweifach in mir und kam beinahe, als ich daran dachte, auf was er mich vorbereitete.

 

Max legte seine Hand irgendwann an meinen Hinterkopf, griff fest in meine Haare und hob ihn nach einigen Stößen an, um mich erst zu küssen und sich dann ein Kondom überzustreifen. Er zog mich nach vorne, Andi entglitt mir, und positionierte mich über seinen Hüften. Ich ließ mich auf ihn sinken und spürte sofort Andi hinter mir knien, der meinen Oberkörper an seinen zog und meinen Kopf drehte, mich fordernd küsste.

Seine Finger wanderten wieder zwischen meine Backen, wurden schnell ersetzt von seinem Schwanz, den er sanft und vorsichtig in mich schob. Bevor er ganz in mir war, kam ich flehend, konnte mich danach besser an ihn anpassen.

 

Durch meine Position konnte ich gut mitbestimmen, wie hart es zur Sache ging und genoss die beiden großen Männer. Andi küsste mich fest, während Max an meinen Brustwarzen knabberte und seinen Daumen auf meinen Lustpunkt legte und so lange kreisen lies, bis ich erneut zu zucken begann.

„Stopp“, sagte er und packte mich am Becken, so fest, dass ich mich nicht bewegen konnte. Andi lachte leise und entzog sich mir. Ich hörte, wie er ein neues Kondom aufriss und sich das alte abstreifte. Max schlug mir ein paar Mal auf den Hintern und bat mich, mich umzudrehen. Ich konnte ihm nicht folgen, so sehr war ich noch in meinen Empfindungen gefangen. Er hob mich kurzerhand hoch und setzte mich mit dem Rücken zu sich zurück auf seinen harten Schwanz. Er hielt mich am Becken fest, stieß ein paar Mal in mich und hob mich dann an. „Sag Bescheid, wenn du eine Pause brauchst“, murmelte er rau und ließ sich sanft in meinen Hintern treiben.

„Herrje, sie zuckt schon wieder…“, informierte er Andi amüsiert und unkonzentriert zugleich. Dieser lachte laut, beugte sich über mich und küsste mich. Er griff an meine Knie und zog meine Beine nach vorn, so dass ich fast auf Max Oberkörper lag. Dann kletterte er zwischen meine Beine – die beiden brachten ihre langen Beine irgendwie so unter, dass jeder Platz hatte – und schob sich vorsichtig in meine Mitte. Wir stöhnten synchron auf.

„Das ist ja wie im Porno hier…“, brachte ich endlich wieder zusammenhängende Laute heraus und lachte mit den Herren.

„Gefällt es dir nicht?“, fragte Andi und begann sich zu bewegen.

„Doch sehr…“, hechelte ich, „…aber auch nur, weil das hier nur Sex ist.“ Max knurrte zustimmend und stieß in langen langsamen Stößen in mich.

Ich genoss die Behandlung sehr, durfte allerdings nicht kommen. Die beiden vergnügten sich sehr, wenn sie mich mal wieder aufhielten.

 

Ich sah die Bäume vorbeifliegen, registrierte, dass wir nur noch etwa fünf Minuten Fahrt vor uns hatten und stellte dann fest, dass ich mittlerweile klatschnass war. Und das, wo ich mein Höschen nur in die Handtasche gestopft hatte! Ich war mir ziemlich sicher, dass meine dunkelgraue Stoff Hotpants schon durchtränkt war.

 

„Oh Jungs… Bitte! Bitte, lass mich kommen…“, flehte ich und freute mich, als ich erkannte, dass sie auf meine Betteleien so reagierten, wie ich gehofft hatte. Als wir wieder einen guten Rhythmus gefunden hatten, begann ich erneut.

„Oh, bitte… fester… Andi, bitte…“, ich zog meine Unterlippe zwischen meine Zähne und schaute ihn vernebelt an – es wirkte. Er keuchte und stieß fester zu.

„Max… härter…bitte…“, ihn konnte ich nicht ansehen, daher musste ich härtere Geschütze auffahren und hauchte mit rauchiger Stimme weiter, „…besorg es mir… schneller…. Oh ja!“ Auch hier wirkte es. Beide Männer stöhnten und trieben mich durch meinen Orgasmus, verlängerten ihn fast schmerzhaft, bevor sie selbst knurrend kamen.

 

„Du schreist ganz herrlich, Babe…“, nuschelte Andi wenige Minuten später, als er sich zu mir legte und mich küsste. Max warf ihm eine Wolldecke zu und legte seinen Arm um mich, zog mich zu sich. Beide waren kurz im Bad verschwunden, hatten die offensichtlichen Spuren beseitigt und hatten dann mit mir eine Zigarette geraucht.

„Und du fickst fantastisch…“, setzte Max hinzu und küsste kurz meinen Nacken.

 

Pierre parkte das Auto und trug seine kleine Reisetasche und die Brötchen zur Tür, ließ mich aufschließen und stellte beides in der Küche – das eine auf den Tresen, das andere auf den Boden. Grade, als er sich zu mir umdrehte, packte ich ihn am Kragen und zog ihn zum Tisch und schwang meinen Hintern darauf. Ich zog ihn zwischen meine Beine und küsste ihn stürmisch. Hektisch streifte ich ihm seine leichte Lederjacke ab, öffnete seine Hose und stöhnte in seinen Mund, als ich spürte, wie er hart wurde.

Er streifte mir bald meine Pants ab, zog meinen Hintern weiter an die Tischkante und stieß hart in mich. Ich schrie leise, wehrte mich aber nicht gegen die rohe Behandlung. Nach einigen Minuten und harten Küssen griff er nach meinem Kinn und zwang mich, ihn anzusehen.

„Dann kann ich den Jungs ja Bescheid geben, dass du dich erinnert hast, nicht wahr?“ Mir stockte mit meinem Atem auch beinahe das Becken, doch Pierre stieß nur noch fester in mich.

„Sie haben mir gestern Nacht eine Nachricht geschrieben.“

„Und du… Oh Gott!“, er stieß mich rücklings nach hinten auf den Tisch.

„Halt deinen Mund!“, rief er dann wütend aus und drang noch härter in mich.

„Wenn hier jemand redet, dann ich!“ Abrupt stoppte er und sah dabei zu, wie ich mich winselnd unter ihm wand.

„Ich will keinen Ton von dir hören! Keine Entschuldigung, keine Ausflüchte! Es gibt nichts, was du dazu sagen könntest!“ Er legte seinen Daumen an meinen Lustpunkt und rieb fest darüber. „Ich will, dass du mir von gestern Nacht erzählst und dann für mich kommst.“

„Was?“, keuchte ich entsetzt.

„LOS! Und ich will die reine Wahrheit!“ Ich stöhnte und zuckte mit dem Becken, begann aber eine kurze Zusammenfassung. Während meiner Erzählung hatte Pierre wieder angefangen mich mit langen Stößen zu ficken.

„…und dann habe ich die beiden angefleht und habe gebettelt… Das hat gewirkt… Sie haben mich kommen lassen und sind dann…“

„Sind dann was?“, fragte er streng.

„…sind dann selbst gekommen“, ich traute mich nicht, ihn anzusehen. Ich schämte mich. Und meine Scham steigerte sich noch, als ich spürte, dass meine Erzählung mich noch heißer gemacht hatte – ich wusste genau, er spürte es auch.

„Komm für mich, Kleines. Denk an gestern und komm für mich!“

Ich schüttelte den Kopf, spürte aber, wie sich der Druck in mir aufbaute. Der große Musiker wusste, welche Knöpfe er drücken musste und nutzte es dreist aus. Ich kam, als er sein Tempo steigerte und mich hart fickte. Als er dann von mir verlangte, dass ich ihn ansehen sollte, brach es mir fast das Herz vor Angst.

„Los, ich will dir in die Augen sehen, wenn ich in dir komme…“, murmelte er und überraschte mich mit einem viel sanfteren Ton. Ich konnte seine Erregung hören und wimmerte flehentlich, als ich ihn anblickte.

Er sah gierig und entspannt auf mich hinab und lächelte.

„Hat es dir gestern gefallen, Kleines?“

„Was…?“

„Ich wusste vorher davon… Sie haben nur gefragt, ob ich einverstanden bin, wenn sie mit dir auf dem Sofa pennen, weil sie zu besoffen zum fahren waren…“, er schloss kurz genießend die Augen und suchte dann wieder meinen Blick, „… Und da habe ich gesagt, dass sie dich für meine Abwesenheit intensiv entschädigen dürfen, wenn sie wollen und du einverstanden bist.“

„WAS…?!“, rief ich entsetzt aus. „Du hast mich… ausgeliehen?!“ Ich war fürchterlich entsetzt. Und wurde noch heißer. Verfluchter Körper!

„Naja, nicht direkt… Ich bin auf ihre Erzählungen gespannt…“, nuschelte er lachend und zog mich vom Tisch, drehte mich und drang von hinten in mich, um erst sich und wenige Sekunden später auch mich zum Höhepunkt zu treiben.

„Bist du mir böse, weil ich dein schlechtes Gewissen auch noch so gemein ausgenutzt habe? Du warst so heiß…“, fragte er einige Minuten später unter der Dusche und lachte, als ich tatsächlich nachdenken musste…

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Das ist eine echt geile Geschichte. Richtig gut geschrieben.
Ich würde gerne mehr von ihr lesen 🙂

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