Eigentlich habe ich gedacht, dass euch meine Gedanken gar nicht interessieren. Bin davon ausgegangen, dass ihr meinem Blog nur folgt, weil ich meine Geschichten gefallen. Gut, liegt vielleicht daran, weil es bei mir so ist. Ich lese gerne Sebastian Fitzek. Wer dieser Fitzek aber ist. Wie er lebt. Was er so denkt. Das alles sind Dinge, die mich nicht gejuckt haben. Ich wollte seine Bücher lesen und nicht seine Biografie. Deswegen hat es mich gewundert, dass es doch einige gab, die sich über meine Beiträge meiner Person und meiner Gedanken betreffend gefreut haben. Die sagten, „Hey! Schön, dass du mal etwas von dir preisgibst. Schreib ruhig öfter mal was zu deiner Person. Zu deinen Gedanken. Wir wollen etwas von dem Menschen hinter den Geschichten erfahren!“ Und so habe ich gestern bei Twitter gefragt, was euch denn interessiert. Und es kamen einige interessante Fragen dabei heraus. Ich habe mir heute die Zeit genommen, sie ausführlich zu beantworten und euch etwas mehr von mir zu offenbaren.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen der Fragen und Antworten…

 

Bist du dominant und setzt deinen Willen durch?

Diese Frage lässt sich so pauschal gar nicht beantworten!

Bin ich dominant? Bin ich ein Alphatier? Ja!

Immer? Welcher Mensch ist wirklich immer das Eine oder das Andere?

Beim Sex auf jeden Fall. Meistens! Aber es gibt ja auch die schönen Ausnahmen. Tage, an denen ich nicht dominant sein will! Vielleicht, weil beruflich viel los war und ich den ganzen Tag über zu Mitarbeitern dominant sein musste. Mehr als normal. Wo ich auf den Tisch hauen musste. Sachen durchsetzen musste, obwohl sich Mitarbeiter versucht haben aufzulehnen oder versucht haben, ihre Grenzen auszutesten. Auszureizen. Wo ich unzählige Entscheidungen treffen musste. Als Chef muss ich eben immer das Alpha-Tier sein. Der Leitwolf. Der Löwe. Der Rudelführer.

Das sind so Tage, da will abends hin und wieder kein Alphatier sein müssen. Da bin ich liebebedürftig. Das sind Tage, wo auch ich einfach nur mal geknuddelt werden möchte. Tage, wo ein gerne verführt werden möchte. Wo ich mich nach Geborgenheit sehne. Wo ich vielleicht auch mal schwach sein darf. Nicht stark sein muss. Und ich möchte da verführt, weil Frau verführen möchte und nicht, weil er es ihr befohlen musste. Sowas kann man auch nicht befehlen. Eine Frau muss spüren, was ihr Mann gerade braucht. Es wäre zumindest schön, wenn sie es spüren würde.

Es gibt also auch Momente, da bin ich ein Schmusekater, der gekuschelt und gestreichelt werden will. Behüddelt und betüddelt werden möchte…

Meistens aber – und ich glaube, dass meinte die Fragestellerin – bin ich ein Löwe. Ein großer, starker Löwe. Mit prächtiger Mähne. Stolz und sicher. Der Löwe, der seine Löwin fest im Griff hat. Seine Zähne gern in ihren Nacken schlägt und sie spüren lässt, dass er ihr Gebieter ist. Der sich nimmt, was er will. Der sich holt, was er braucht.

Und was lernen wir daraus? Wir müssen nicht immer nur eins sein. Es gibt nicht nur hell und es gibt nicht nur dunkel. Es gibt auch ganz viele Grautöne dazwischen!

 

Bist du auch mal rücksichtsvoll und verstehst die Signale, wenn z.B. Mrs. Secretary etwas wirklich nicht machen möchte?

Diese Frage bezieht sich wahrscheinlich auch wieder eher auf sexuelle Belange oder?

Ich meine, wenn Mrs. Secretary einen Vorschlag für einen Kunden markieren soll und sie lieber mit ihrem Handy spielen würde, dann würde ich ihr schon streng sagen, dass sie sich erst um die Arbeit kümmern sollte. Danach darf sie dann gerne etwas mit dem Handy spielen und zwar so lange, bis ich ihr die nächste Aufgabe zuteile. Arbeit geht vor. Punkt! Wieder die Ausnahme: es sei denn, es gibt einen wichtigeren Grund. Ich will es eben nicht pauschalisieren.

Sexuell hier müssen wir unterscheiden, ob sie etwas wirklich nicht will. Ich wäre ein schlechter Mensch, wenn ich sie dann trotzdem dazu zwingen würde. Es sei denn, sie hat es herausgefordert. Dann nennt man es Strafe. Eine Strafe muss nicht immer schön sein und sollte auch nicht unbedingt gefallen müssen. Ansonsten geht es ja eher um Grenzen. Manche reizen uns und sie erregen uns auch. Wir haben vielleicht Angst davor. Sie kostet uns Überwindung. Und doch, kann es uns wahnsinnig viel Lust bescheren, diese Grenzen dann irgendwann doch bezwungen zu haben. Es kann uns sogar größte Befriedigung schenken.

Ein guter Vergleich wäre Sport. Wir haben oft keine Lust zum Sport zu gehen. Wollen lieber faul auf der Couch liegen bleiben. Schoki essen. Uns nicht bewegen wollen. Wir raffen uns dann aber doch auf. Gehen hin. Bezwingen unseren Schweinhund. Strengen uns an. Verausgaben uns und wie geht es uns dann? Wir sind stolz auf uns. Wir sind am Ende froh, dass wir es doch gemacht haben. Wir sind glücklich!

Genau darum geht es hierbei auch. Ich will Mrs. Secretary fordern und fördern. Mit ihr Grenzen austesten. Einreißen. Stolz auf sie sein, wenn sie sich überwindet. Möchte sehen, dass sie selbst stolz ist. Möchte sehen, dass es ihr Lust bereitet. Möchte sie letztendlich glücklich und zufrieden sehen. Am besten ausgelaugt, zitternd, zuckend und bis über beide Ohren grinsend.

Dinge von ihr zu verlangen, die sie wirklich nicht will, würde genau das Gegenteil bewirken und das ist nicht mein Ziel! Also ja, ich hoffe, dass ich so rücksichtsvoll bin, dass ich solche Dinge von den anderen Dingen unterscheiden kann. Und diese Dinge, nein: Diese Dinge würde ich niemals von ihr verlangen! Menschen, die so etwas machen sind Unmenschen!

 

Was tust du, wenn du etwas unbedingt möchtest?

Immer, wenn ich etwas unbedingt haben will, dann stelle ich mir eine Frage:

„Schade ich damit irgendjemand anderen?“

Wenn die Antwort „nein“ lautet, dann nehme ich es mir!

 

Würdest du mit einer Frau einen Porno gemeinsam anschauen?

Ja klar, warum sollte ich das nicht tun? Habe ich auch schon ein paar Mal gemacht. Weit kam ich dabei eigentlich nicht. Meistens waren wir dann kurze Zeit später selbst damit beschäftigt unseren eigenen Porno zu genießen. Es war dann aber immer ziemlich heiß, die Anweisungen und die Geräuschkulisse im Hintergrund zu hören. Beinahe so, als lägen im Zimmer noch andere Pärchen, die es wild und hemmungslos trieben.

Spannender würde ich die Frage finden: Würdest du dir alleine Pornos anschauen, wenn du in einer Beziehung wärst?

Ich finde, hier gibt es viel häufiger Konflikte in Beziehungen und es ist ein viel spannenderes Thema. Aber die Frage hat ja niemand gestellt… 😉

Euch interessiert die Frage? Gut…

 

Würdest du dir alleine Pornos ansehen, wenn ich in einer Beziehung wäre?

Ja, ich denke, hin und wieder würde ich das bestimmt tun. Ich glaube, es gibt kaum einen Mann, der das nicht tun würde. Wir Männer sind eben visuell eingestellt. Wir sehen dabei auch gar nicht die andere Frau. Um ehrlich zu sein, die Frau als solche interessiert uns eigentlich nicht. Deswegen sind bei Pornos für Männer auch so viele Nahaufnahmen dabei. Wir wollen dann einfach nur sehen, wie der Schwanz in eine Muschi stößt. Wir wollen uns vorstellen, dass es unser Schwanz ist.

Es gibt halt Tage, da hat die Frau keine Lust. Bestimmt gibt es das auch andersherum, aber dazu komme ich gleich. Wenn die Frau keine Lust hat, wir aber geil sind, was zur Hölle ist dann so schlimm daran, wenn wir uns einen Porno anschauen? Hey, wir betrügen euch nicht. Uns ist auch scheiß egal, was das für eine Muschi ist und wem sie gehört. Wir sind in dem Moment einfach nur geil und wollen einen Höhepunkt. Abspritzen. Den Kopf frei kriegen. Nicht mehr und nicht weniger.

Frauen sind da anders. Zumindest viele. Ja, ich weiß, dass es auch Frauen gibt, die es genauso machen wie wir Männer. Viele Frauen lesen aber viel lieber eine erotische Geschichte. Es erregt sie viel mehr, wenn sie sich das ganze selbst vorstellen. Warum folgen mir so viele Frauen und so wenige Männer? Warum habe ich mehr Leserinnen als Leser? Genau aus diesem Grund.

Ich selbst schaue nur ganz selten mal einen Porno. Und, wenn ich mal einen schaue, dann mag ich nicht diese Hochglanzpornos. Die, wo alle aussehen wie Supermodells. Die aufwendig gedreht wurden. Die sind mir alle viel zu künstlich. Ich mag dann Amateurpornos. Heiße Szenen von MyDirtyHobby zum Beispiel. Wo ganz normale Männer und Frauen mitspielen. Männer und Frauen wie wir. Kleine Filmchen von Caro Cream oder Schnuggie91. Ja, solche reizen mich dann. Aber – wie gesagt – ich schaue selten Pornos. Ich setze mich viel lieber hin und schreibe selbst eine erotische Geschichte. Drehe im Kopf meinen eigenen Porno. Genieße mein eigenes Kopfkino. Das finde ich viel erotischer. Und, wenn mir mein Kopfkino gefallen hat. Wenn der Film zwischen meinen Synapsen so richtig geil war, ja, dann will ich danach auch einen Orgasmus. Dann bin ich nach vier bis acht Stunden schreiben so geil, dass ich es nicht mehr länger aushalte und mir dann selbst einen Höhepunkt verschaffe. Einen Porno brauche ich dafür dann nicht mehr. Den habe ich längst in meinem Kopf. Und das schönste ist, ihr habt davon auch etwas. Ihr findet meine Geschichte danach auf meinem Blog und könnt sie lesen. Und wenn sie euch beim Lesen genauso gut gefällt, wir mir beim Schreiben und ihr danach genauso geil seid wie ich, ja, dann haben wir doch alle etwas davon gehabt.

Was ich bis heute aber ehrlich nicht verstehe: Warum rasten so viele Frauen aus, wenn sie ihren Mann masturbierend beim Pornoschauen erwischen?

Was ist so schlimm daran? Er hat euch doch nicht betrogen? Vielleicht traut sich ja, die eine oder andere Leserin mir diese Frage in einem Kommentar zu beantworten. Ich verstehe es nämlich wirklich nicht und wäre auch eine ehrliche Antwort gespannt!

 

Dürfte sie dir zuschauen, wenn du dich selbst befriedigst?

Auf jeden Fall. Ich mag das sogar sehr gern. Es ist bei mir auch schon vorgekommen, dass ich Lust hatte und die Frau mit der ich zusammen gewesen bin nicht. Ich habe dann angefangen, mich zu streicheln. Wenn es sie gestört hätte, hätte sie mir ehrlich sagen können, dass sie das gerade nicht sehen möchte, weil ihr gerade nicht danach ist. Dann wäre ich rausgegangen. Wäre vielleicht unter die Dusche gegangen und hätte mir da meinen Höhepunkt geholt. Duschköpfe mit Massageduschstrahl sind einfach eine tolle Erfindung! Manchmal hat es sie dann aber auch nicht gestört und sie haben mich dabei lieb in den Arm genommen. Mir schöne Dinge ins Ohr geflüstert, oder einfach nur mit mir gekuschelt. Manchmal hat es sie auch selbst angemacht und sie haben entweder mitgemacht und es sich dann neben mir selbst besorgt, oder sie haben meine Hand weggeschubst und haben mir mit ihren zärtlichen Händen zum Höhepunkt verholfen. Es gibt so viele schöne Möglichkeiten, die daraus entstehen könnten und ich mag es, wenn mir eine Frau dabei zuschaut. Ich finde es viel schöner, als mich allein zurückzuziehen und es mir irgendwo heimlich selbst zu machen!

 

Würdest du ihr gerne dabei zuschauen?

Oh ja, ich liebe es einer Frau dabei zuzuschauen, wenn sie sich selbst verwöhnt. Ich finde das sehr sinnlich und anreizend. Mein Traum wäre es, wenn eine Frau mit gespreizten Schenkeln vor mir sitzt und es sich selbst besorgt, während ich eine Geschichte schreibe. Dabei gäbe es eine Regel, sie muss ihren Höhepunkt so lange herauszögern, bis ich mit der Geschichte fertig bin. Vorher dürfte sie nicht kommen. Aber, gibt es wirklich eine Frau, die das vier bis acht Stunden aushalten würde? Ich glaube nicht!

 

Bist du eifersüchtig?

Ja, ein bisschen schon. Aber, ich versuche meine Eifersucht zu überwinden. Ich finde, sie schränkt uns ein. Und bisher habe ich einfach die Erfahrung gemacht in meinem Leben, dass Eifersucht mehr schadet, als dass sie uns nützt. Frauen waren auf mein Schreiben eifersüchtig. Auf meinen Blog. Auf alles. Dabei habe ich einer Frau in einer Beziehung noch nie einen Grund gegeben, dass sie wirklich hätte eifersüchtig sein müssen. Die Eifersucht auf Schreiben und Blog war schon zwei Mal der Grund für das Ende einer ansonsten sehr schönen Beziehung. Ich habe diese Eifersucht – schon krankhaft – irgendwann einfach nicht mehr ertragen. Bei einer Frau ging es sogar so weit, dass sie mir vorschreiben wollte, dass ich keine Abend-Termine mehr mit weiblichen Kunden haben sollte. Damals gehörten persönliche Termine aber noch zu meinem Beruf!

 

Was würdest du tun, wenn du bemerkst, dass du betrogen wirst?

Das wäre das Ende von allem. Vertrauen und Ehrlichkeit sind für mich die Grundlage einer jeden Beziehung. Man kann mit mir über alles reden. Über alles diskutieren. Man darf mich alles Fragen. Ich gebe immer eine ehrliche Antwort. Diese kann man akzeptieren oder es sein lassen. Man muss dann eine Entscheidung treffen, ob der Wunsch so groß ist, dass man ihn trotzdem unbedingt erleben möchte, für den Fall, dass die Antwort wirklich einmal „nein“ gewesen sein sollte. Da ich aber nicht sonderlich spießig bin und wie gesagt, alles ist verhandelbar, musste ich noch nicht viele „Neins“ aussprechen.

Würde ich aber betrogen werden, also hinters Licht geführt und dadurch jegliches Vertrauen zerstört werden, würde es für mich das Ende der Beziehung bedeuten. Ausnahme vielleicht: Wenn die Beziehung so viele Jahre bestünde und es ein einmaliger Ausrutscher wäre und sie von selber beichten käme, dann würde ich ihr vielleicht eine Chance geben. Aber auch das ist eine Entscheidung, die ich dann erst treffen würde und stellt keinen pauschalen Freifahrtschein aus.

 

Käme für dich auch sehr mit mehreren Personen in Frage, oder liebst du es allein und romantisch?

Wer die Geschichte vom SwingerClub gelesen hat weiß, dass ich schon einmal in solch einem Club gewesen bin. Ich habe dort keine Partnerin getauscht und habe auch nur mit der Person Sex gehabt, mit der ich dort gewesen bin. Ich möchte mich an dieser Stelle gar nicht einschränken. Ich habe nichts gegen zu zweit, allein und romantisch. Ich könnte mir aber vorstellen, dass ich – mit der richtigen Frau – durchaus bereit wäre, auch mal etwas mit einem anderen Pärchen, einer zweiten Frau oder durchaus einem zweiten Mann ausprobieren wollen würde. Vorausgesetzt, wir würden dann ein solches Pärchen, Frau oder Mann finden, der zu uns passt und uns sympathisch ist. Schauen wir mal. Eine konkrete Antwort kann ich noch gar nicht geben. Da gehört noch die Frau dazu und deren Meinung und wünsche. So ist es eben. Ich sage nur Vertrauen und Respekt!

 

So, mehr Fragen gab es leider nicht. Wenn euch auch mal Fragen auf der Zunge brennen. Immer raus mit der Sprache. Mich interessiert ja, was ihr denkt und was euch interessiert.

Bis dahin wünsche ich euch aber erst einmal ein schönes Wochenende!

Freche Grüße, euer

Ben

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